Dr. rer. medic. Christiane Liezmann
Über mich
Mein Weg zu „Pfote aufs Herz“
Angefangen hat alles in der Humanmedizin: Ausbildung zur Arzthelferin, Ende der 1980er-Jahre in Berlin. Doch ich wollte nicht nur assistieren – ich wollte verstehen. Also studierte ich Biotechnologie an der TFH Berlin (heute Berliner Hochschule für Technik) und schloss 2006 als Diplom-Ingenieurin mit der Note 1,0 ab. Meine Diplomarbeit schrieb ich über Stress – ein Thema, das mich nie wieder losgelassen hat.
Es folgte die Promotion an der Universitätsmedizin Charité Berlin: 2013 schloss ich meine Doktorarbeit im Fach Psychoneuroimmunologie ab – der Wissenschaft davon, wie Psyche, Nervensystem und Immunsystem einander beeinflussen. Gefördert wurde ich dabei mit einem Begabtenstipendium meiner Hochschule.
2011 erhielt unsere Arbeit einen Forschungspreis der Arbeitsgruppe Dermato-Endokrinologie.
Parallel arbeitete ich in einer Arztpraxis für Traditionelle Chinesische Medizin – und lernte dort eine zweite Sicht auf Gesundheit kennen: den Blick aufs Ganze statt auf einzelne Symptome.
Später leitete ich stellvertretend das Forschungslabor für Psychoneuro-immunologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.
Nach der Promotion bildete ich mich zur Qualitätsmanagerin und Auditorin weiter – Gründlichkeit kann ich seitdem erst recht nicht mehr ablegen. Zum Glück.
Und dann kam 2016 Čoky. Mein Hund aus der Slowakei stellte mir die Frage, die alles verband: Was braucht dieses Tier wirklich, um gesund zu sein? Ich begann, mein Wissen über Immunsystem, Stress und Stoffwechsel auf den Hund zu übertragen – und merkte: Genau diese Übersetzung fehlt so vielen Hundehalter:innen.
2017 gründete ich „Pfote aufs Herz“.
Heute helfe ich Menschen, die Gesundheit ihrer Hunde zu verstehen – wissenschaftlich fundiert, ganzheitlich gedacht und ohne Fachchinesisch. Denn Gesundheit beginnt mit Verstehen. Bei Menschen wie bei Hunden.
Wissen ist für mich kein Selbstzweck
Wissenschaft hat mich schon immer fasziniert. Nicht wegen der Titel, sondern wegen der Möglichkeit, die Welt besser zu verstehen. Meine Promotion in Medizinwissenschaften und mein Diplom in Biotechnologie haben mir Werkzeuge an die Hand gegeben, um Fragen systematisch zu betrachten, Ursachen zu suchen und Zusammenhänge zu erkennen.
Gleichzeitig bin ich überzeugt, dass die beste Theorie wenig wert ist, wenn sie im echten Leben nicht funktioniert. Deshalb verbinde ich wissenschaftliches Denken mit praktischer Erfahrung und einem hohen Maß an Alltagstauglichkeit. Mich interessiert nicht nur, was theoretisch richtig ist, sondern vor allem, was Menschen und ihren Hunden tatsächlich weiterhilft. Genau an dieser Schnittstelle zwischen Wissen, Erfahrung und individueller Lebensrealität arbeite ich am liebsten.
Wissen statt Dogmen
Ich glaube nicht an allgemeingültige Patentrezepte. Jeder Hund, jeder Mensch und jede Lebenssituation bringt eigene Voraussetzungen mit. Was für den einen hervorragend funktioniert, kann für den anderen völlig ungeeignet sein.
Deshalb sehe ich meine Aufgabe nicht darin, starre Regeln vorzugeben, sondern dabei zu helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Denn gute Entscheidungen entstehen selten durch Vorgaben – sie entstehen durch Wissen, Orientierung und die Fähigkeit, Informationen sinnvoll einzuordnen.
Ernährung ist für mich weit mehr als die Auswahl eines Futters. Sie ist Teil der Beziehung zu unserem Hund, Ausdruck unserer Werte und eingebettet in den Alltag, den wir gemeinsam leben. Nachhaltige Veränderungen gelingen dann, wenn sie nicht nur theoretisch richtig sind, sondern auch praktisch umsetzbar.
Mein Ziel ist es, Menschen so zu begleiten, dass sie zunehmend Sicherheit in ihren eigenen Entscheidungen gewinnen. Nicht, damit sie dauerhaft auf meine Unterstützung angewiesen sind, sondern damit sie ihren Weg selbstbewusst und eigenständig gehen können.
Mit wissenschaftlichem Hintergrund, langjähriger Erfahrung und einem offenen Blick für individuelle Lösungen unterstütze ich dabei, aus Unsicherheit Klarheit werden zu lassen. Denn wer versteht, warum etwas sinnvoll ist, braucht keine starren Regeln mehr.
Menschen, Hunde und ihre Geschichten
Ausbildung & Qualifikationen
Februar – März 2026
Fachspezialisierung für Ernährungsberaterinnen ‚Darmgesundheit beim Hund‘ von Maike Sauerstein
März 2023
Doguniversity Congress 2023 – Teilnahme
Februar 2023 – März 2023
Nachweis Sachkunde §11 TSchG – IHK
Januar 2022 – August 2023
Studium der Hundeernährung – Akademie für Tiernaturheilkunde (ATN)
März 2008 – Dezember 2013
Universitätsmedizin Charité Berlin
Abschluss: Dr. rer. medic. in Medizinwissenschaften
Schwerpunkt: Psychoneuroimmunologie
Juli 2001 – Dezember 2006
Beuth Hochschule Berlin
Abschluss: Diplom-Ingenieurin in Molekularbiologie
Schwerpunkt: Biotechnologie
1985 – 1988
OSZ Gesundheit
Abschluss: Arzthelferin
Schwerpunkt: Gesundheitssystem
