Essen ist Medizin.

Ich koche für Hunde.

Und ich koche Bio.

Ich koche Gemüse und Fleisch – also Koch-BARF –,

weil Hunde mit einer Enteropathie oder generell mit Magen-Darm-Problemen

von gekochter Nahrung profitieren.

Ganz egal, ob es um Magen, Gallenwege, Pankreas-Insuffizienz, Magenschutz,

Dünndarm-Funktion, Gallenfluss oder die Besiedelung von Dünn- und Dickdarm

mit den richtigen Bakterien geht – Stichworte wie SIBO, IBD oder chronische Darmentzündungen:

Rohe Nahrung muss im Körper erst transformiert werden. Das kostet Energie.

Und wenn das Verdauungssystem aus welchen Gründen auch immer geschwächt ist –

durch Krankheit, Genetik, Parasiten oder einfach eine lange Vorgeschichte –,

dann ist gekochte Nahrung die bessere Wahl.

Für mich steht das außer Frage.

Seit neun Jahren läuft mein eigener IBD-, SIBO- und Enteropathie-Hund damit stabil.

Wenn das System wieder gut trägt, kann man vorsichtig variieren.

Aber gerade in der kalten Jahreszeit gehört für mich immer gekochtes Essen in den Napf.

Gerne so gekocht, dass es für Mensch und Hund schön ist.

Und warum Bio?

Weil du bist, was du isst.

Und weil das, was du isst, nur so gut sein kann, wie das, was es selbst „gegessen“ hat.

Pflanzen wachsen nicht im luftleeren Raum.

Sie nehmen auf, was der Boden hergibt.

Und sie können nur dann viele Phytostoffe und Flavonoide bilden,

wenn sie auf einem guten, lebendigen Boden wachsen dürfen.

Bio heißt nicht nur weniger Pestizide und Herbizide.

Bio heißt: gesündere Pflanzen auf gesünderen Böden im Idealfall.

Bitterstoffe entstehen i.d.R. nur bei Pflanzen, die ursprünglich sind = alte Sorten und auf gesunden Äckern wachsen durften. Diese Bitterstoffe sind in der Natur dafür da, Fressfeinde abzuwehren.

Und genau diese Bitterstoffe lieben Leber, Galle, Dünndarm und auch der Pankreas.

Darum gibt es Bitterkräuter traditionell nach fettem Essen. Den Kräuterbitter kennen viele sicher noch 🙂 und er kommt gerade wieder in den Trend – dabei muss es nicht zwingend ein Alkoholauszug sein – auch wenn sich mit Alkohol klassisch hervorragend destillieren lässt.

Die Galle wird angeregt, Fette können besser verarbeitet werden.

Chicorée, Puntarelle, Löwenzahn – das sind keine Modegemüse.

Das ist funktionelle Ernährung auf Basis funktioneller Phytostoffe.

Selbst eine Karotte schmeckt anders, wenn sie bio wachsen durfte.

Süß, vollmundig, manchmal mit einer feinen Bitterkeit.

Und ja – ich lasse bei guter Herkunft auch mal etwas Erde dran.

Alles, was beim Kochen ab etwa 70 °C hitzeempfindlich ist, kann man supplementieren.

Dazu gehören vor allem B-Vitamine.

Mineralstoffe, fettlösliche Vitamine sowie viele sekundäre Pflanzenstoffe

und Flavonoide bleiben erhalten.

Ein verdauungsschwaches Lebewesen – Hund oder Mensch –

profitiert in der Regel von gekochter Nahrung.

Und das gilt auch für Fleisch – das obige Prinzip:

Tiere aus Bio- und Weidehaltung haben nachweislich ein anderes Fettsäureprofil.

Ein ausgewogeneres Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6.

Weniger entzündungsfördernd.

Weidetiere fressen Kräuter, Gräser, Pflanzenvielfalt.

Sie bewegen sich, sind weniger gestresst.

Das spiegelt sich im Fleisch wider. Wer also Fleisch isst, sollte darauf achten. 

Darum kommt für mich nur Bio in den Topf.

Und Bio in den Napf.


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